Musikalische Wundertüte

Foto: Mangoblau

Mit der Konzertreihe DÖ! präsentiert die Kulturetage ein neues Veranstaltungsformat. Ein Interview mit Mirko Noffke (Programmleitung DÖ!, Kulturetage).

WIE KAM DÖ! ZUSTANDE?
Ganz am Anfang stand die Kulturförderung „Neustart Kultur“, die es möglich macht, in oder auch nach der Pandemiezeit Konzerte zu veranstalten. Ich hatte dann die Idee: Warum nicht an einem Abend zwei Acts auf der Bühne haben, die sich auch musikalisch voneinander unterscheiden? Man merkt ja auch bei sich selbst, dass man an einen Punkt kommen kann, an dem man musikalisch ‚eingefahren‘ ist, also nur noch eine bestimmte Musikrichtung hört und gar nicht die Ohren in eine andere Richtung spitzt. So entstand die Idee einer Konzertreihe, die zeigen soll, was es eigentlich in Deutschland an Musikrichtungen gibt und wie divers die deutsche Musikszene ist. Zudem war es so möglich, Acts nach Oldenburg zu holen, die man sonst nicht kennenlernen würde, etwa weil die Stadt nicht für deren Tourplan berücksichtigt wird. Besonders gereizt hat uns die Idee des Austauschs, sei es zwischen den Musikerinnen und Musikern als auch zwischen den Besucherinnen und Besuchern, wenn zwei unterschiedliche Musikrichtungen an einem Abend aufeinandertreffen. Dass die Menschen so mehr in den Dialog kommen und den Abend intensiver in Erinnerung behalten, das erhoffen wir uns von DÖ!

WIE WURDEN DIE ACTS AUSGEWÄHLT?
Am Auswahlverfahren war der AStA / Studentenwerk beteiligt, ebenso alle, die in der Kulturetage arbeiten. Sprich: Ich habe in die Runde gefragt: Was möchtet ihr hören? Was könnt ihr euch vorstellen? Worauf hättet ihr Bock? Daraufhin gab es immens viele Vorschläge. Um eine nähere Auswahl treffen zu können, mussten wir zunächst prüfen, ob die Bands zu den angegebenen Terminen überhaupt Zeit hätten oder ob sie nicht schon anderweitig gebucht waren. Auch ein wichtiger Punkt: Kann man sich in puncto Gage einigen? Aus diesen Faktoren hat sich schließlich herauskristallisiert, wer das Programm für DÖ! mitgestalten wird. Bei den Abenden gibt es keine Hierarchie, also nicht nach dem Motto, der erste Act ist der Support, der zweite der Headliner. Die Künstlerinnen und Künstler stehen gleichberechtigt auf der Bühne. Es ist eher Zufall, wer zuerst spielt – oder aber die Bands tauschen sich schon vorher dazu aus, wie z.B. Yunus und Ann Doka, die schon im Vorfeld viel Kontakt haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie womöglich einen Song gemeinsam performen. Das wird auf jeden Fall spannend, wenn man an einem Abend Country Poprock und deutschen Hip Hop mit klassischen Einflüssen auf der Bühne hat.

EINIGE DÖ! VERANSTALTUNGEN WURDEN VERSCHOBEN – WAS SIND DIE GRÜNDE DAFÜR?
Die Entscheidungen dafür wurden jeweils gemeinschaftlich von den Agenturen, den Künstlerinnen und Künstlern und uns getroffen. Zurzeit ist es ja überall spürbar, dass allgemein weniger Tickets für Veranstaltungen gekauft werden. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle: der Ukrainekrieg, die Inflation, die Energiekrise … Vielleicht sind die Besucherinnen und Besucher momentan auch ‚gesättigt‘, weil kulturell im Sommer so viel los war. Wenn der Vorverkauf eher verhalten ist, muss man sich fragen: Macht eine Veranstaltung mit sehr wenig Gästen denn allen Beteiligten dann überhaupt Spaß? Oder ist es nicht sinnvoller, die Veranstaltung zu verschieben und sich so die Möglichkeit offen zu halten, dass der Zulauf zu einem anderen Zeitpunkt stärker sein wird? Sich die Zeiten hoffentlich wieder ändern werden? Wir sind jedenfalls zuversichtlich und freuen uns auf das kommende Frühjahr.

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