Fellnasen auf der Arbeit

Foto: Renée Repotente

Im Edewechter Rathaus dürfen Hunde mit ins Büro.

Wenn dieses Schild (siehe Foto) am Büro von Edewechts Bürgermeisterin Petra Knetemann hängt, weiß man: An diesem Tag hat sie vierpfotige Verstärkung. Ihr Hund Milo begleitet sie dann ins Büro. Ein gutes Dreivierteljahr ist Milo alt und ein waschechter bayrischer Gebirgsschweißhund. Zu Anfang des Jahres musste Petra Knetemanns alte Hündin Bella aufgrund einer schweren Krankheit eingeschläfert werden. Ein Leben ohne Hund? Kaum vorstellbar. Durch glückliche Umstände konnten sich Petra Knetemann und Milo kennenlernen – dafür nahm sie auch eine Fahrt von einigen Hundert Kilometern auf sich. Es hat sich mehr als gelohnt: Gleich beim ersten Treffen war klar, dass die beiden wunderbar zusammenpassen. Und so zog Milo zu ihr ins Ammerland. Mit seiner charmanten, ruhigen Art hat er im Nu auch die Herzen der Mitarbeitenden im Rathaus erobert.

Milo ist übrigens nicht der einzige Hund, der sein Herrchen/Frauchen an bestimmten Tagen zur Arbeit begleiten darf. Die Mitarbeitenden im Edewechter Rathaus haben für das Projekt „Hund im Büro“ ein Konzept erarbeitet, das jetzt in der Praxis getestet wird. Es liegt bestimmten Rahmenbedingungen zugrunde. So müssen Vorgesetzte und unmittelbare Kolleginnen ihr Einverständnis geben, dass der Hund ins Büro mitgebracht werden darf. Wenn jemand Angst vor Hunden oder eine Allergie gegen Tierhaare hat, ist eine Mitnahme ausgeschlossen. Selbstverständlich müssen die Hunde, die ins Büro kommen, geimpft und versichert sein und die Grundkommandos sicher beherrschen. Auch sollten sie sozialverträglich sein und Menschen freundlich oder neutral begegnen. Die Arbeitsabläufe im Rathaus und die Besucherinnen dürfen nicht durch Unruhe oder vermehrtes Bellen gestört werden. Bestimmte Räume im Gebäude (Küche, Besprechungsräume) sind für die Hunde tabu. Auch regelt ein Hundekalender, wie viele Hunde an einem Tag gleichzeitig im Rathaus sein können. Durch spezielle Namensschilder wird angezeigt, wenn ein Hund sich im Büro befindet.

Argumente für einen Bürohund
Dass die Anwesenheit eines Hundes positive Auswirkungen am Arbeitsplatz hat, ist mittlerweile durch Studien wissenschaftlich belegt. So sorgt ein Hund bei der Arbeit für mehr Entspannung und weniger Stress. Das wirkt sich auch auf den Umgang der Mitarbeitenden untereinander aus – ein Hund sorgt für gute Laune, Harmonie und bietet gemeinsamen Gesprächsstoff jenseits reiner Arbeitsgespräche. Der Zusammenhalt im Kollegium kann sich dadurch verstärken. Gesundheitliche stressbedingte Probleme wie Bluthochdruck, Erschöpfungserscheinungen oder Kopfschmerzen werden durch einen Hund im Büro deutlich reduziert. Nicht zuletzt sorgt er auch für mehr Bewegung zwischendurch, da die Pausen zum Gassigehen genutzt werden und die frische Luft zusätzlich die Kreativität fördert. Auch interessant: Beim Streicheln des Hundes wird das Glückshormon Oxytocin freigesetzt, das eine entspannende Wirkung hat. Nach einer „Streicheleinheit Hund“ lässt es sich anschließend produktiver und konzentrierter weiterarbeiten.

So gesehen, gibt es eigentlich keinen Grund, seinen Hund nicht mit ins Büro zu nehmen, oder?

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

OYJO! Newsletter

Abonnieren und News direkt ins Postfach!

Dankeschööön!

Vielen Dank, dass du diese News gesendet hast!

Wir werden uns deinen Beitrag ansehen und bei OYJO! veröffentlichen.*
* = Wir können jedoch leider nicht garantieren, dass jeder Beitrag veröffentlicht wird.

Dankeschööön!

Vielen Dank, dass du uns über dein Event informiert hast!

Wir werden uns deinen Beitrag prüfen und dann bei unseren Events anzeigen.