Leuchtturmprojekt in Friedrichsfehn
Trendwende durch richtungsweisendes und
innovatives Bauvorhaben
Ende November 2021 stellte Jörn Kranenkamp, neben Christian Eiskamp Geschäftsführer des Bauentwicklers „projekthoch GmbH & Co. KG“, die Pläne für den Bau einer ökologischen Siedlung in der Bauausschusssitzung vor.
„Zukunftsfähiges und klimafreundliches Wohnen“ ist Ziel dieses außergewöhnlichen Bauvorhabens, dessen Planungen vor mehr als einem Jahr begonnen haben. Fachplanungsbüros sind von Beginn an mit einbezogen worden
Siedlung mit Gemeinschaftshaus
Auf etwa 9.000 m² Baugrundstück an der Brüderstraße in Friedrichsfehn sind 27 Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 70 und 132 m² geplant. Vervollständigt wird die Siedlung durch ein zentral gelegenes Gemeinschaftshaus, das für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden und der Förderung des sozialen Miteinanders dienen soll. An diesem Gemeinschaftshaus erwirbt jeder Hauseigentümer automatisch einen Anteil.
Mit den dargestellten Planungen gelingt es projkethoch4, relativ viel Wohnraum auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche zu platzieren. Gerade einmal ca. 340 m² sind durchschnittlich je Wohnhaus vorgesehen. Sehr ressourcensparend also, wenn man bedenkt, dass in der Vergangenheit die Baugrundstücke in der Gemeinde Edewecht durchschnittlich ca. 700 m² groß waren.
Individualität und Mehrgenerationenwohnen
Trotz eines einheitlichen Konzepts sollen unterschiedliche Haustypen und Dachformen dazu führen, dass eine gewisse
Individualität für jeden Hauseigentümer geboten wird. Berücksichtigt werden bei der Ausführung und Ausstattung der
Wohnhäuser selbstverständlich mögliche Fördermöglichkeiten im Zuge des Hauserwerbs.
Angesprochen werden mit diesem Bauprojekt junge Familien genauso wie Paare im Ruhestand oder auch alleinlebende Personen. Das Gemeinschafts- oder Mehrgenerationenwohnen ist neben der ökologischen Bauweise ein zweiter äußerst wichtiger Aspekt der Siedlung.
Ökologische Baustoffe
Möglichst autofrei durch nachhaltige
mobile Alternativen
Beim Bau der Wohngebäude sollen weitestgehend ökologische Baustoffe verwendet werden, wie beispielsweise Hanfkalksteine und Holz. Sämtliche Dächer sollen begrünt werden, die Fassaden erhalten eine Holzverschalung. Die Stromerzeugung soll über Fotovoltaikanlagen erfolgen sowie die Beheizung über zentrale Erdwärmepumpen gesichert werden. Für das Oberflächenwasser wird derzeit an einem Entwässerungskonzept gearbeitet, das vorsieht, das Wasser auf dem Grundstück abzuführen, ohne es an das öffentliche Netz anschließen zu müssen.
Versiegelte Flächen soll es ausschließlich im Bereich der
Wohnhäuser geben. Bei der Begrünung der Siedlung wird ein
Pflanzkonzept – ebenfalls mithilfe von Fachplanern – unter Berücksichtigung
des Klima- und Artenschutzes sowie trockentoleranten
Gewächsen erstellt.
Möglichst autofrei durch nachhaltige
mobile Alternativen
Geplant ist des Weiteren, die Siedlung so weit wie möglich autofrei zu gestalten und ein gemeinschaftlicher Parkplatz, ein Anfahren der Häuser soll auf bestimmte Zeiten oder auf Notfälle beschränkt sein. Als Alternative zum Auto oder Zweitauto werden Car-, Roller- sowie Lastenrad-Sharing-Angebote in Erwägung gezogen. Ladesäulen für E-Autos und -Räder sind ebenfalls vorgesehen. Eine Bushaltestelle und somit eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist nur wenige Gehminuten entfernt.
Für Friedrichsfehn und den Rest der Gemeinde kann die neue ökologische Siedlung zu einem Aushängeschild für innovative und nachhaltige Wohnformen werden.