12.Eine Nacht in Shijiazhuang (Yujiacun).
Peking (Bejing) verlassen wir morgens mit dem Zug Richtung Westen. Statt mit 350km/h fährt dieser Zug „nur“ 300 km/h. Fast alle Schnellbahnen fahren auf „aufgeständerten“ Strecken, dadurch hat man eine gute Sicht, und es gibt keine Bahnschranken. Am Bahnhof in Shijiazhuang (5 Mio. Einwohner) finden wir nach kurzem Suchen „unsere Anji“, eine sehr lustige Frau von 32 Jahren. Nach dem Mittagessen ist gleich ein Ausflug nach Yujiacun, ein Museumsdorf, weit außerhalb der Stadt geplant. Wir sehen nur wenige alte Menschen, und die jahrhundertealte Kultur (dürftig in Museumsräumen dargestellt) ist nicht jedermanns Geschmack. Auf der Rückfahrt fällt die graue, kahle und ungemütliche Landschaft auf, kaum Grün. Dazu viele große Lkws und Unfälle auf der vierspurigen Straße. Abends wagen mein Schwager Jochen und ich einen kleinen Rundgang durch die „Esstrassen“ in der Umgebung, ohne „Anji“.
Am nächsten Morgen beim Blick aus dem Fenster sehen wir kaum die Sonne. Die Luft in der Stadt/Region gehörte vor Jahren zu den schlechtesten der Welt (lt. Wikipedia). Gut, dass wir heute weiter Richtung Xi’an fahren. Bis abends aber noch Programm: Besichtigung von 5 Tempeln, Pagoden, Stadtmauer – alles außerhalb der Stadt. Dabei fallen uns die zu Kunstwerken geschnittenen Büsche und Bäume ins Auge, auch der klare, blaue Himmel tut gut. Schulklassen verschiedenen Alters mit Lehrkräften nutzen die riesigen Tempelanlagen für ihren Unterricht. Bislang haben wir Schulen immer nur als bewachte und mit Zäunen/Toren gesicherte Anlagen erlebt. Übrigens: Ein kleines Trinkgeld wollten unser Fahrer und auch „Anji“ erst nicht annehmen, da war „Joseph“ in Peking ja bekanntlich ganz anders …
Oldenburgs Partnerstadt Xi’an folgt im nächsten Bericht!