„Veränderungen sozialgerecht gestalten“

Im Gespräch mit Margrit Conty, SPD, Ratsfrau, Kandidatin für den Stadtrat, Wahlbezirk Nord-Ost.

Was ist für Sie der ausschlaggebende Grund gewesen, sich kommunalpolitisch zu engagieren?
Ganz konkret war das das der Austausch einiger SPD-Freunde aus dem Stadtnorden, die das Gespräch mit mir suchten. Für mich war zu klären, wie viel Zeit für eine derartige Aufgabe notwendig ist. Ehrenamt kostet Zeit, macht aber auch Freude, und man gewinnt Gestaltungskraft, das war mir aus meinen bisherigen ehrenamtlichen Aufgaben klar. So fiel mir die Entscheidung – auch in Absprache mit meiner Familie – nicht schwer, und ich habe mich der Wahl gestellt. Mir macht die Ratsarbeit immer noch Freude, ich schätze die Arbeit zum Wohl meiner Mitbürger*innen sehr und engagiere mich gerne weiterhin.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?
Da ich aus der Finanzbuchhaltung komme, liegt mir die Arbeit im Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen besonders nahe. Damit verbunden ist auch meine Mitarbeit in der GV des Bäderbetriebes und als VR-Vorsitzende der Klinikum AöR. Die Stadt Oldenburg verfügt über eine solide wirtschaftliche Basis. Das ist gerade jetzt in der Corona-Zeit, aber auch im Zuge der Klimaveränderungen und der damit notwendigen Investitionen wichtig.
Die sozialen, sportlichen und kulturellen Strukturen können durch zusätzliche finanzielle Unterstützung aufrecht erhalten werden. Der zusätzliche Betrag für die Schulen sorgt dafür, dass hier verschiedene Aktivitäten unterstützt werden und sich die Situation für die Schüler*innen wieder verbessert.
Mit Bau des Sport- und Gesundheitsbades am Flötenteich erhalten wir mehr Wasserfläche zum Schwimmenlernen und ein Ganzjahresbad und schaffen so ein verbessertes wohnortnahes Schwimmangebot für Schulen und Vereine.
Für den Bahnübergang Am Stadtrand setze ich mich für eine zukunftsfähige Lösung ein, die am Ende der jetzt auf den Weg gebrachten Untersuchung Anfang 2022 stehen muss. Dazu gehört für mich auch die Planung der Stadteilteilentwicklung mit den Veränderungen im Gewerbebereich (Wegzug von Herzog).
Eine gute Versorgung mit Kita-Plätzen und der weitere Ausbau der Ganztagsschulen verbunden mit der notwendigen digitalen Versorgung bleibt für mich weiterhin wichtig. Ebenso wie auch die Ausstattung mit digitalen Geräten zu Hause, es darf niemand auf der Strecke bleiben.
Die städtebauliche Struktur gilt es für mich zu erhalten, um die Wohn- und Aufenthaltsqualität sicher zu stellen. Durch Förderprogramme müssen wir die Sanierungsrate der Altbauten weiterhin unterstützen sowie auch preisgünstigen Wohnraum erhalten. Wir müssen den Ausbau der PV-Anlagen fördern, um uns unabhängiger von den fossilen Energieträgern zu machen. Auch die Straßen- und Radwegeinfrastruktur muss weiter verbessert werden, um gerade für die schwächeren Verkehrsteilnehmer sichere Verkehrswege zu gestalten.
Das Ziel, die Stadt bis 2035 klimaneutral zu machen, haben wir im Rat beschlossen. Jetzt gilt es, den Pfad dahin mit einzelnen Maßnahmen aufzuzeigen. Dieses Paket wird alle Bereiche wie z. B. Verkehr, Mobilität, ÖPNV, erneuerbare Energien einbeziehen. Diese Veränderungen sind jedoch sozialverträglich zu gestalten – das ist ein wichtiger Anspruch von mir. Hier stelle ich mir vor, dass wir in verschiedenen Formaten die Menschen überzeugen, den Weg gemeinsam zu gehen.

In welchen Bereichen sehen Sie in Oldenburg besonders viel Potenzial?
Entwicklungspotenzial bietet das Medizinstudium. Hier sind zusätzliche Studienplätze und die dazu notwendige räumliche Ausstattung notwendig. Nur dadurch können wir im Nordwesten dem zukünftigen Ärztemangel entgegen wirken.
Im Bereich der Digitalisierung – auch im Schulbereich – müssen wir noch vieles angehen. Für den Bildungsbereich brauchen wir gut ausgestattete Kitas und Schulen, die auf die Bedarfe der Familien ausgerichtet sind und allen einen guten Schulabschluss ermöglichen. Kein/e Jugendliche/r darf auf dem Weg verloren gehen.
Viele Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Klimaanpassung und der Klimaneutralität stehen, werden Investitionen auslösen und auch Arbeitsplätze sichern. Diese Veränderungen müssen wir sozial gerecht gestalten, daran will ich mitwirken.
Nach wie vor wird preisgünstiger Wohnraum von Jung und Alt gesucht sowie auch Wohnraum für Familien. Für den preisgünstigen Wohnraum haben wir eine Quotenregelung umgesetzt sowie das Erbbaurecht im Mehrfamilienhausbau und auch im Einfamilienhausbau auf den Weg gebracht. Klären müssen wir auch, wie wir den weiteren Zuzug gestalten wollen.

Wie nehmen Sie Ihren Wahlbezirk, speziell Ofenerdiek, wahr?
Ofenerdiek ist ein seit Jahrzehnten aufstrebender Stadtteil, in dem ich gerne lebe und mich mit meiner Familie zu Hause fühle. Es gibt eine funktionierende Nachbarschaft. Geschätzt wird hier der Stadtteilpark Swarte Moor. Dazu gehört der attraktive Spielplatzbereich sowie die Fitnessgeräte rund um den See. Diese Geräte um den See sowie ein paar im Spielplatzbereich wurden mit Spenden von Vereinen, Firmen und Bürgerinnen der Bürgerinnen durch den ehrenamtlichen Einsatz der AGM umgesetzt.
Seit Langem kämpfen wir für eine zukunftsfähige Lösung für den Bahnübergang am Stadtrand. Die müssen wir gemeinsam mit der Stadtteilentwicklungsplanung – und hier auch mit der Veränderung im Gewerbereich im nächsten Jahr endlich auf den Weg bringen.
Wichtig ist jetzt für mich, die besonders gefährdeten Bereiche durch den Starkregen zu betrachten, damit wir hier gemeinsam mit der Stadt, dem OOWV und den Anliegern zu nachhaltigen Verbesserungen kommen.
Gerne setze ich mich gemeinsam mit der Initiative für einen Ort für alle (Bürgertreffpunkt) ein. Mit Ihrer Unterstützung setzt ich meine Arbeit für den Stadtnorden gerne fort.

Kontakt: margrit@conty.de

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